Black Hills I
Wir fahren mit Mark und seiner Tochter Robin für 2 Tage in die Black Hills. Unter anderem wollen wir das Rodeo am Crazy Horse Memorial besuchen. Ich gewinne neue Eindrücke und Perspektiven v.a. durch die Gespräche mit Mark. Vielen Lakota ist das steinerne Abbild von Tasunka Witco ein Dorn im Auge, denn es verkörpert wieder mal eine - wenn auch gut gemeinte - Vergewaltigung indianischer Ansichten. Crazy Horse, der sich nie hat portraitieren oder photographieren lassen, hätte nie geduldet, dass man für sein vermeintliches Abbild einen ganzen Berg zerstört.
Ebenfalls höchst umstritten die "Great Faces" von Mount Rushmore. Die Abbilder von Sklavenhaltern und Befürwortern von Massenmord an Indianern stoßen hier auch wenig Gegenliebe, noch dazu in den heiligen Bergen der Sioux.
Russell Means - ehemaliger AIM Aktivist - hat den "Shrine of democracy" für mich daher auch sehr treffend als "Shrine of hypocisy" bezeichnet.
Das Rodeo ist ganz lustig, nichts für schwache Nerven oder überambitionierte Tierschützer natürlich aber wenn man bedenkt, dass so ein Bucking Horse nur 8 Sek. am Tag wirklich arbeitet und den Rest der Zeit pferdegerecht mit Kollegen verbringt finde ich das halb so schlimm.
Datum: 17.06.2008
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